AUFSTIEGS-BAFÖG

Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Aufstiegs-BAföG begründet einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen, d. h. von Meisterkursen oder anderen auf einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss vorbereitenden Lehrgängen. Die aktuellen Konditionen finden Sie auch hier: www.aufstiegs-bafoeg.de

Voraussetzungen:

Anmeldung zum Meisterkurs oder zum ersten Studienabschnitt des Bachelorstudiengangs an der ZVA-Akademie; abgeschlossene Berufsausbildung; deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit (für andere Staatsangehörige gelten tw. Sonderregelungen); Erstförderung.

Förderungsarten:

Die Meisterschüler oder Studenten (im ersten Studienabschnitt) erhalten eine vermögens- und einkommensunabhängige zinsgünstige Förderung der Kurs- und Prüfungsgebühren. 40 % der Fördersumme brauchen nicht zurückgezahlt werden. Der Restbetrag wird als zinsgünstiges Darlehen gewährt. Bei bestandener Meisterprüfung werden vom Darlehensbetrag nochmals 40% als Prämie erlassen. Teilnehmer am Block- oder Vollzeitkurs können außerdem einen Zuschuss zum Lebensunterhalt beantragen, dessen Höhe vermögensabhängig veranschlagt wird.

Konditionen:

Das Darlehen wird während der Dauer des Meisterkurses bzw. des Studienabschnittes I ausgezahlt und ist innerhalb einer Karenzzeit von zwei Jahren nach Beendigung der Fortbildung zins- und tilgungsfrei. Danach wird es mit einem günstigen Zinssatz verzinst. Die Tilgung erfolgt nach Ablauf der Karenzzeit mit mindestens 128,- Euro pro Monat.

Sonderregelungen:

Existenzgründern wird auf Antrag bis zu 69 % des Restdarlehens erlassen, sofern sie bestimmte Bedingungen erfüllen (u.a. die Schaffung neuer Arbeitsverhältnisse innerhalb von drei Jahren).

 

WEITERE FÖRDERUNGEN

Neben dem staatlichen Aufstiegs-BAföG gibt es diverse weitere, teils länderspezifische Förderungsmöglichkeiten für die Fort- und Weiterbildung. Das Sekretariat der ZVA-Akademie sowie Ihre örtliche Handwerkskammer beraten Sie gerne zu individuell passenden Förderprogrammen.

Bildungsprämie

Einen Prämiengutschein können Sie erhalten, wenn Sie erwerbstätig sind und Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen derzeit 25.600 Euro (oder 51.200 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigt. Auch Berufsrückkehrer/-innen oder Mütter und Väter in Elternzeit können einen Prämiengutschein bekommen. Mit dem Prämiengutschein übernimmt der Bund 50% der Weiterbildungskosten, maximal jedoch 500 Euro.

Weiterbildungssparen

Mit dem „Weiterbildungssparen“ wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) eine Entnahme aus dem angesparten Guthaben erlaubt, um Weiterbildung zu finanzieren – auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren. Jeder/jede Beschäftigte, der/die ein mit Arbeitnehmersparzulage gefördertes Ansparguthaben hat, kann diese Komponente der Bildungsprämie in Anspruch nehmen. Sie können beide Komponenten miteinander kombinieren, also mit dem Prämiengutschein die Kursgebühren reduzieren und die restlichen Kosten über das Weiterbildungssparen finanzieren.

Weitere Informationen: www.bildungspraemie.info

Bildungsscheck

Bei Erfüllung der individuellen Voraussetzungen kann der Bildungsscheck des Landes NRW in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen finden Sie auf www.bildungsscheck.nrw.de

Ansprechpartner: Ihre Handwerkskammer

Begabtenförderung

Für bestimmte Teilnehmer und Personengruppen sind Sonderförderungen möglich, u.a. auch eine Begabtenförderung. Weitere Auskünfte erhalten Sie hierzu auch bei Ihrer zuständigen Handwerkskammer.

Bildungsurlaub

In manchen Bundesländern werden bis zu 20 Tage Bildungsurlaub für die Fortbildung gewährt. In NRW kann z.B. Sonderurlaub für die Teilnahme an den Kursen „Fachkaufmann/-frau“ und „AdA“ beantragt werden. Auskünfte erteilen die zuständigen Handwerkskammern.